Mecklenburg-Vorpommern

Portal für Erosionsereignisse online

[20.3.2017] Tiefe, ausgespülte Rinnen im Boden, abgeschwemmte und verwehte Erde – das sind Zeichen von Bodenerosionen. Ab sofort können solche Fundstellen in Mecklenburg-Vorpommern zur Gefahrenabwehr auch über das Internet gemeldet werden.

Die Meldung von Erosionsereignissen per Fax oder Telefon wird in Mecklenburg-Vorpommern jetzt um die Möglichkeit der Online-Meldung erweitert. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes mitteilt, ist das Portal für Bodenerosionsereignisse in Mecklenburg-Vorpommern nun online. „Bodenerosion durch Wind oder Wasser stellt eine Gefahr für eine unserer wichtigsten Ressourcen dar und betrifft häufig Ackerflächen ohne schützende Bodenbedeckung“, sagt Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. „Eine wichtige Aufgabe des staatlichen Bodenschutzes ist es daher, zum Zweck der Vorsorge und Gefahrenabwehr Erosionsereignisse flächenhaft zu erfassen und auszuweisen.“ Traurige Berühmtheit erlangte die Bodenerosion durch den Sandsturm, der im Jahr 2011 zu einer Massenkarambolage auf der A19 führte. Als eine von vielen Reaktionen auf diesen schweren Unfall wurde im Land Mecklenburg-Vorpommern ein Erosionsereigniskataster (EEK) aufgebaut. Das Kataster dient der flächendeckenden Erfassung von Erosionsereignissen auf landwirtschaftlichen Flächen, um besonders betroffene Regionen und Bereiche zu erkennen und Auswertungen zur Häufigkeit und Intensität von Erosionsereignissen durchführen zu können, informiert das Ministerium. Nach dem automatischen Import dieser Meldung in das digitale Bodenschutz- und Altlastenkataster des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden die untere Bodenschutzbehörde und die mit der Führung des EEK beauftragte Stelle für Landwirtschaftliches Fachrecht und Beratung (LFB) in der Firma LMS Agrarberatung durch das System informiert. Die LFB führt dann in Abstimmung mit der unteren Bodenschutzbehörde des betroffenen Kreises eine detaillierte Erfassung durch. Um zukünftige Bodenerosionen auf der betroffenen Fläche zu verhindern, erfolge eine Beratung der Landwirte einschließlich Umsetzung erosionsmindernder Maßnahmen, berichtet das Ministerium.

Weitere Informationen:
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Quelle: www.move-online.de