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Sachsen

Bergbau wird digital

[29.3.2017] Das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und das Oberbergamt präsentieren die Ergebnisse des Pilotprojekts ROHSA 3.1. Im Rahmen des Projekts sind rohstoffgeologische Daten des mittleren Erzgebirges erfasst, digitalisiert und bewertet worden.


Die Ergebnisse des Pilotprojekts ROHSA 3.1 sind Ende März vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und dem Oberbergamt (OBA) vorgestellt worden. Hinter der Abkürzung ROHSA (Rohstoffe Sachsen) verbirgt sich eines der Schlüsselprojekte der sächsischen Rohstoffstrategie, informiert das Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Die Strategie umfasst die systematische Erfassung, Digitalisierung und Bewertung aller relevanten rohstoffgeologischen Daten für Spate und Erze in Sachsen. Für das Pilotprojekt ROHSA 3.1 wurden zunächst für ein Gebiet mit 740 Quadratkilometern Fläche im mittleren Erzgebirge geologische und rohstoffspezifische Daten gesucht, erfasst, digitalisiert und bedarfsgerecht aufbereitet. „40.000 Einzeldokumente mit insgesamt 2,6 Millionen Archivseiten mussten gescannt und anschließend zur Qualitätssicherung geprüft werden. Darüber hinaus wurden Daten zu rund 300 Erzbohrungen digitalisiert und 110.000 geophysikalische sowie 240.000 geochemische Daten datenbanktechnisch erfasst“, sagte Umweltminister Thomas Schmidt. „Für solche Datenmengen müssen die Prozesse automatisiert und dazu komplexe Datenverarbeitungssysteme weiter, oder ganz neu entwickelt werden, bis hin zu einer Geologie 4.0, die die Daten schließlich auch bedarfsgerecht für Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft bereitstellen kann.“ ROHSA 3 reiht sich in die Zukunftsinitiative simul+ des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft ein (wir berichteten). „Das Projekt ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft für den Freistaat Sachsen. Denn es verbindet Digitalisierung mit konkreter Wertschöpfung“, berichtet Wirtschaftsminister Martin Dulig. „Unser Ziel ist es, die digital aufbereiteten Daten wirtschaftlich nutzbar zu machen und so weitere Investoren für den Bereich Bergbau zu gewinnen.“ Bis Ende 2016 wurden in das Pilotprojekt rund 2,7 Millionen Euro aus Landesmitteln bereitgestellt. Nach Abschluss des Pilotprojektes sollen in den kommenden Jahren die geologischen Daten für den gesamten Freistaat erfasst und zugänglich gemacht werden. Dabei sollen auch Daten aus weiteren externen Archiven einbezogen werden, berichtet das Staatsministerium. (sav)


Weitere Informationen:
||| www.smul.sachsen.de
||| www.oba.sachsen.de



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- Sachsen - Landesamt für Umwelt - Landwirtschaft und Geologie (LfULG) - Martin Dulig - Thomas Schmidt - Geodaten-Management -

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