A A A
Samstag, 29. April

| Newsletter
| RSS-Feed
| Termine
| Recherche

| Mediaservice
| Impressum
| Mail an den Verlag

| Link mailen
| Startseite
 

BMI

Polizei-IT wird modernisiert

[7.2.2017] Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Neustrukturierung des Bundeskriminalamtgesetzes wurde der rechtliche Rahmen für eine Modernisierung der polizeilichen IT-Systeme geschaffen.


Modernisierung längst überfällig: Die Grundstruktur der Polizei-IT stammt noch aus den 1970er-Jahren.

Das Kabinett verabschiedete Anfang Februar ein Gesetz zur Neustrukturierung des Bundeskriminalamtgesetzes. Damit falle der Startschuss für das Projekt Polizei 2020, informierte das Bundesministerium des Innern (BMI). Das Gesetz schaffe den rechtlichen Rahmen für die Modernisierung der polizeilichen IT-Systeme. Diese stammen in ihrer Grundstruktur noch aus den 1970er-Jahren. „Wir können uns im 21. Jahrhundert keine zersplitterte IT-Landschaft mehr leisten“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit Blick auf die Informationstechnik im Polizeibereich. „Zahlreiche Eigenentwicklungen, Sonderlösungen, Schnittstellen, unterschiedliche Datenformate und Erhebungsregeln erschweren tagtäglich die Arbeit unserer Polizisten. Das neue Gesetz leitet hier eine Zeitenwende ein. Wir ersetzen die bisherige polizeiliche Datenlandschaft als Teil eines groß angelegten Modernisierungsprojekts durch ein übergreifendes Informationssystem beim Bundeskriminalamt (BKA). Dieses wird besser als bislang dazu beitragen, Informationen, die phänomenübergreifend zusammengehören, auch wirklich zusammenzuführen“, berichtet de Maizière. Mit dem IT-Projekt sollen Doppelstrukturen bei den Ländern abgeschafft und einheitliche Standards geschaffen werden. Informationen werden so nach Angaben des Bundesinnenministeriums gezielter und leichter fließen, die Datenqualität wird verbessert und neue gemeinsame IT-Standards in der Sicherheitsarchitektur geschaffen.
Darüber hinaus soll auch der Datenschutz gestärkt werden. Das Gesetz setzt sowohl die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts vom April 2016 um, als auch die neuen europarechtlichen Datenschutzanforderungen. Der polizeiliche Informationsverbund wird ein modernes Zugriffsmanagement erhalten, das die Zweckbindung der Daten technisch umsetzt. Der vom Bundesverfassungsgericht entwickelte Grundsatz der hypothetischen Datenneuerhebung ist das Leitbild für die neue Datenhaltung und -nutzung. Der Kernbereichsschutz, als der Schutz der engsten Privatsphäre, wird laut BMI ebenfalls ausgebaut. (sav)


Weitere Informationen:
||| www.bmi.bund.de



Druckversion (öffnet neues Fenster)


||| Text

||| PDF


Stichwörter


- IT-Sicherheit - Bundesministerium des Innern (BMI) - Bundeskriminalamt (BKA) - Thomas de Maizière - Innere Sicherheit -

Weitere Artikel aus dem Bereich Innere Sicherheit:


| Bayern: Polizei ortet per SMS [15.3.2017] Eine neuentwickelte Software zur Standortbestimmung von Mobiltelefonen kann bei 110-Notrufen für schnellere Hilfe sorgen. Bis Ende März sollen alle bayerischen Einsatzzentralen damit ausgestattet werden.

| Nordrhein-Westfalen: Mit High-Tech auf Streife [14.3.2017] Ein Pilotprojekt zum Einsatz von Tablets bei der Polizei ist jetzt in Nordrhein-Westfalen gestartet.

| Bundespolizei: Einsatzplanung mit Open Source Software [16.2.2017] Die Bundespolizei erstellt die polizeiliche Eingangsstatistik und die Einsatzkräfteplanung künftig mithilfe der Software Pentaho.

| Motorola Solutions: Bund setzt weiter auf TETRA-Lösung [10.2.2017] Das Bundesministerium des Innern vertraut auch in Zukunft auf Motorola Solutions. Die Sicherheitsorganisationen des Bundes werden für drei weitere Jahre mit TETRA-Digitalfunklösungen des Unternehmens ausgestattet.

| Cyber-Sicherheitsstrategie: Startschuss für ZITiS in München [24.1.2017] Das Bundesministerium des Innern richtet eine Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich in München ein. Bis zum Jahr 2022 sind 400 Stellen geplant.

| BWI : IT-Dienstleistungen für die Bundeswehr [11.1.2017] Einen neuen Leistungsvertrag über IT-Dienstleistungen haben die Bundeswehr und BWI Informationstechnik unterzeichnet. Das Unternehmen wird demnach unter anderem die mehr als 140.000 Bundeswehr-PCs betreiben. Auch eine Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur, etwa durch eine Bundeswehr-Cloud, ist vorgesehen.

| Unisys: Digital Investigator unterstützt Strafverfolgung [23.11.2016] Mit dem weiterentwickelten Informations-Management-System von Unisys können Ermittler Beweismaterial austauschen und analysieren. Die Lösung integriert außerdem soziale Medien und ermöglicht es den Bürgern, mit Strafverfolgungsbehörden in Kontakt zu treten.

| Rheinland-Pfalz: KATWARN für kleine Flüsse [22.11.2016] Hochwasserwarnungen auch für kleine Flüsse sendet der Hochwassermeldedienst Rheinland-Pfalz jetzt über das Warnsystem KATWARN. Damit nimmt das Bundesland eine Vorreiterrolle ein.

| Saarland: Startschuss für KATWARN [14.11.2016] Im Falle großflächiger Gefahrenlagen oder bei drohenden schweren Unwettern wird das Saarland ab sofort Warnungen über das Alarmsystem KATWARN versenden.

| Koblenzer IT-Tagung 2016: Informationssicherheit im Einsatz [29.8.2016] Über den sicheren Informationsaustausch von Streitkräften im Einsatz geht es auf der Koblenzer IT-Tagung. Zentrale Fragen sind beispielsweise, was die Technik leisten kann, welche neuen Ansätze es zur Sicherheit gibt oder wohin die Entwicklung geht.

//

Aktuell in Kommune21

Kommune21 Ausgabe 5/2017
Heft 5/2017
(Maiausgabe)
Dokumenten-Management

Aktuell in stadt+werk

stadt+werk Ausgabe 2/2017
Heft 3/4 2017
(März / April)
Aufwind für neue Speicherkonzepte