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Mecklenburg-Vorpommern

Justiz startet ins digitale Zeitalter

[1.2.2017] Als erstes Amtsgericht in Mecklenburg-Vorpommern ist Güstrow für den elektronischen Rechtsverkehr geöffnet. Schrittweise sollen in den kommenden Jahren alle anderen Gerichte des Landes folgen.


Mecklenburg-Vorpommern will schrittweise alle Gerichte des Landes für den elektronischen Rechtsverkehr öffnen. Nach erfolgreichen Pilotprojekten am Sozialgericht Stralsund sowie an den Landgerichten Rostock und Stralsund (wir berichteten) folgte nach Angaben des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommern mit Güstrow jetzt erste Amtsgericht des Landes. Für die Justiz, in der die Papierakte bislang unersetzbar war, sei dies ein großer Schritt, erklärte Justizministerin Katy Hoffmeister: „Nach jetzigen Plänen sollen ab 2018 bereits erste Gerichte mit elektronischen Akten arbeiten, das heißt, Verfahren komplett digital führen können. In nahezu fünf Jahren wird dann die gesamte Aktenführung in der Justiz digitalisiert.“ Auch die Ausstattung der Sitzungssäle sei bis dahin ein wichtiger Punkt. „Beamer, Großflächenmonitore oder Leinwände, gegebenenfalls auch Dokumentenkameras könnten dann eingesetzt werden“, so die Justizministerin weiter. Der Präsident des Oberlandesgerichts Rostock, Burkhard Thiele, sagte: „Über Jahrhunderte haben Gerichte und Anwaltschaft nur mit Papier gearbeitet. Papier hat die Prozessordnungen mitgeprägt. Jetzt schreiben wir ein neues Zeitalter. Der elektronische Rechtsverkehr und die elektronische Akte werden die Justiz in einem Maße verändern wie kaum ein anderes gesetzgeberisches Vorhaben der Gegenwart.“ (bs)


Weitere Informationen:
||| www.mv-justiz.de



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