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Sachsen

Für vernetzte Hochschulbibliotheken

[15.11.2016] Sechs Millionen Euro stellt der Freistaat Sachsen der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Universitätsbibliothek Leipzig zur Verfügung, damit sie ihre digitale Infrastruktur ausbauen können. Die ersten 3,5 Millionen Euro sind nun übergeben worden.


Mit insgesamt sechs Millionen Euro unterstützt Sachsen die Entwicklung der wissenschaftlichen Informationsstruktur aus dem EU-Strukturfonds EFRE. Wie das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilt, haben jetzt die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) einen Zuwendungsbescheid über 3,5 Millionen Euro für ein gemeinsames Vorhaben sowie für ein Einzelvorhaben der SLUB erhalten. In dem Verbundprojekt sollen Bibliotheksdaten nach internationalen Standards so aufbereitet werden, dass sie weltweit frei verfüg- und nutzbar sind. „Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Datenschaft mit anderen zu verknüpfen und so zum Beispiel Suchsysteme stärker semantisch zu organisieren“, erklärt Professor Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB Dresden. Zudem werde damit die Grundlage für den vermehrten Einsatz visueller Recherchehilfen wie Geodaten geschaffen. Unter Federführung der UBL schaffen die Hochschulbibliotheken laut Ministeriumsangaben zudem ein einheitliches System für eine effiziente Lizenzverwaltung elektronischer Informationsressourcen in Sachsen. Hier habe die UBL mit der Software AMSL bereits eine tragfähige Lösung entwickelt. Sie soll im Rahmen des jetzt geplanten Projekts weiterentwickelt und auf andere Hochschulbibliotheken in Sachsen übertragen werden. Schließlich baue die SLUB in enger Zusammenarbeit mit der sächsischen Materialforschung eine Digitale Materialbibliothek auf. Bislang seien Forschungsdaten, Herstellerinformationen und Anwendungsbeispiele sehr heterogen strukturiert und müssten in verschiedenen Datenbanken aufwendig recherchiert werden. Die SLUB will diese Daten in einem fachspezifischen Portal zusammenführen. „Wir verstehen uns als Dienstleister für Spitzenforschung“, erläutert Professor Bürger. „Mit der Digitalen Materialbibliothek möchten wir Wissenschaftler, Anwender und Hersteller zusammenbringen, um weitere erstklassige Innovationsleistungen zu stimulieren und die Vermarktung von Ideen zu erleichtern.“ Für ein weiteres Projekt sind laut Ministeriumsangaben bereits zusätzliche 1,4 Millionen Euro zugesagt. Die noch freien Mittel von 1,1 Millionen Euro sollen ab dem Jahr 2019 vergeben werden. Die Gesamtsumme von sechs Millionen Euro bestehe zu 80 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union und zu 20 Prozent aus Landesmitteln. (ve)


Weitere Informationen:
||| www.smwk.sachsen.de
||| www.ub.uni-leipzig.de
||| www.slub-dresden.de



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- Sachsen - Förderung - Open Data - Bibliotheken - Hochschul-IT -

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